Ängste und Gedanken 8 Wochen vor der Reise

Es sind tatsächlich nur noch acht Wochen. Die Zeit rennt, sie fliegt, und meine Vorfreude wächst.

Vor 4 Monaten, im Mai, habe ich die ersten drei Etappen meiner Reise (bis zur Ankunft in Sydney) gebucht. Da dachte ich noch „Puh noch ein halbes Jahr, ich will aber JETZT weg.“ Und jetzt ist die „Wartezeit“ schon zu 2/3 vorbei.

Inzwischen habe ich mein Studium beendet, habe mein WG-Zimmer geräumt und ich bin wieder nach Hause gezogen, habe vier Wochen in der Produktion gearbeitet um mein Budget aufzubessern, habe mir einen Job für die letzten Wochen vor der Abreise besorgt, und diesen Blog hier gestartet.

Ich bin sowas von bereit das durchzuziehen!

Jedoch darf man nicht vergessen, es wird meine erste Langzeitreise, meine erste Zeitverschiebung um mehr als zwei Stunden, mein erster Flug alleine – und natürlich ergeben sich daraus einige Ängste.

 

Meine Ängste

  • Was ist, wenn ich keinen Job finde?
  • Was ist, wenn ich Heimweh kriege?
  • Was ist, wenn mir etwas passiert?
  • Was ist, wenn mein Geld ausgeht?
  • Was ist, wenn das alles doch nichts für mich ist?
  • Was ist, wenn ich total einsam bin?
  • Was ist, wenn...?

Wie gehe ich mit diesen Ängsten um?

Ich setze mich intensiv mit ihnen auseinander. Was ist das Schlimmste was passieren kann? Und was kann ich dann tun, um meine Lage zu verbessern?

  • Wenn ich keinen Job finde, dann suche ich woanders weiter, als da wo ich gerade bin.
  • Wenn ich Heimweh kriege, Skype ich mit meinen Liebsten.
  • Wenn mir etwas passiert – nun damit muss ich dann umgehen wenn es soweit sein sollte.
  • Wenn mein Geld ausgeht, siehe Punkt 1, ich suche einen Job.
  • Wenn das alles doch nichts für mich ist, dann fliege ich eben zurück nach Hause.
  • Wenn ich einsam sein sollte, ist das ein Grund aus meiner Komfortzone zu treten und offensiv auf Leute zuzugehen. Überall gibt es interessante Menschen, die tauchen zum richtigen Zeitpunkt auf. Darauf muss ich vertrauen.

Was mir enorm hilft ist, dass ich weiß, dass meine Eltern und meine Freunde mich für nichts verurteilen würden, und mich immer auffangen werden.

Ich glaube daran, dass Gedanken Realität schaffen. Weshalb ich versuche, den Ängsten nur so viel Raum zu geben, wie sie „verdienen“. Ich sage ihnen hallo, registriere sie, weiß, dass sie da sind. Das dient auch dem Selbstschutz, nicht zu blauäugig in das Abenteuer zu starten. Aber dann denke ich an die positiven Dinge, die mich erwarten. An die Gründe, weswegen ich mich für diese Reise entschieden habe. Ich lenke meine Gedanken um.

Und schon kribbelt es wieder vor Vorfreude.

Meine Gedanken

Welche Gedanken ich sonst noch so habe, ab gesehen von negativen Angst-Gedanken?

Ich denke daran, wie es wohl ist wenn ich wieder komme.

Wie ich wohl bin wenn ich wieder komme. Werden sich alle total verändern? Werde ich mich in der Zwischenzeit total verändern? Wann werde ich wieder kommen? Schon in 6 Monaten, 12, 24? Bisher ist alles offen.

Ich denke daran, wie sich wohl meine sozialen Kontakte verändern werden.

Mit wie vielen Freunden werde ich weiterhin regelmäßig Kontakt haben? Wer wird sich mir vielleicht sogar eine Zeitlang beim Reisen anschließen? Davon reden tun ja einige...

Ich denke daran, welche Jobs ich wohl bekommen werde.

Wird es leicht oder schwer, Arbeit zu finden? Wo werden diese Jobs sein? Bin ich da wirklich so offen, wie ich es von mir selbst glaube? Werde ich vielleicht sogar meinen Traumjob unterwegs finden? Bzw. mein Traumjob mich? Ich finde es immer spannend, neues auszuprobieren und freue mich sehr auf viele verschiedene Erfahrungen!

Ich denke daran, welche Menschen ich wohl auf der Reise treffen werde.

Werden es hauptsächlich andere Backpacker/Work & Traveller sein? Hauptsächlich Deutsche? Oder werde ich viele Einheimische kennenlernen? Ich hoffe von allem ein bisschen! Interessante Menschen, egal woher sie kommen, egal wo sie hingehen werden.

Ich denke daran, wie mein Wohnsituation aussehen wird.

Werde ich oft verzweifelt auf der Suche nach einer Unterkunft sein? Oder wird sich alles schon irgendwie ergeben? Werde ich viel in Hostels sitzen, oder werde ich mich ans Couchsurfen trauen? Werde ich mir AirBnB gönnen, um zumindest kurzzeitig etwas „eigenes“ zu haben? Werde ich mit einem Camper/Auto das Land erkunden?

Ich denke daran, wie mein Alltag sein wird.

Werde ich mir ab und zu mal etwas gönnen können, oder jeden Cent dreimal umdrehen? Werde ich ab und zu feiern gehen? Werde ich einen bestimmten Rhythmus entwickeln? Werde ich spontan sein können oder muss viel geplant werden?

Ich denke daran, welche Länder ich noch besuchen möchte.

Das hängt natürlich alles von der finanziellen Situation ab. Es gibt so vieles was ich sehen möchte. Dazu werde ich aber an anderer Stelle oder spätestens wenn es soweit ist mehr erzählen.

 

Welche Ängste und Gedanken hattest du vor deiner Reise?

Ab damit in die Kommentare! :-)

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