Das Wichtigste, was ich in meinen 25 Jahren gelernt habe

Mit 25 Jahren fühle ich mich gleichzeitig alt und jung. Ich registriere in letzter Zeit immer häufiger, dass ich auf der einen Seite oft geduzt werde, in Situationen, in denen ich irgendwie ein "Sie" erwarte. Und auf der anderen Seite werde ich von Fremden als "die Frau" bezeichnet, habe ich zwei Bachelor Titel in der Tasche und ein viertel Jahrhundert auf diesem Planeten verbracht. 

Doch was nehme ich aus diesem viertel Jahrhundert eigentlich mit?

Manchmal fühle ich mich kein bisschen erwachsener als vor zehn Jahren. Damals noch in der Schule, ich war nicht unvernünftig aber auch kein braver "Streber", aber ich fühlte mich verdammt selbstständig. Das Wochenende habe ich oft komplett bei Freunden in der nächsten Stadt verbracht, weil mir mein Heimatdorf zu langweilig war. 

Zeitsprung - 10 Jahre später: es hat sich von Außen gesehen nicht viel verändert. Ich bin erfolgreich in meinem Studium gewesen, während ich aber auch mal gerne über die Stränge schlage und "die Sau rauslasse". Wenn es sich ergibt, entfliehe ich meinem Heimatdorf, kehre aber doch immer wieder dahin zurück.

Und dennoch hat sich was geändert... denn ich habe viel dazu gelernt.

Selbst-Achtung ist der Schlüssel zum Glück

Wie oft versucht man, anderen zu gefallen? Man wirft Pläne über den Haufen, vernachlässigt die eigenen Wünsche und Bedürfnisse, nur um andere nicht vor den Kopf zu stoßen. Man geht zu Verabredungen, auf die man an diesem Tag überhaupt keine Lust hat, nur um nicht abzusagen. Man verhält sich entgegen den eigenen Vorstellungen, nur weil man weiß, dass das von anderen erwartet wird. Man lebt sein Leben so, dass niemand Anstoß daran finden könnte.

Auch ich habe oft so gehandelt, und irgendwann ist der Groschen gefallen: Es ist einfach falsch.

Um glücklich zu sein, muss man auf sich selbst achten. Was sind die eigenen Wünsche, Bedürfnisse, Ziele? Wie stellt man sich das eigene Leben vor? Es liegt an einem selbst, sich diese Wünsche zu erfüllen. Hey, wenn man sich selbst nicht in den Vordergrund stellt, wer tut es dann?

Es ist extrem wichtig zu lernen, auf das eigene Bauchgefühl zu hören. Fühlt sich eine Sache gut an, oder wird einem irgendwie unwohl bei dem Gedanken daran? Das ist ein sehr guter Indikator, ob ein Vorhaben einen glücklich machen wird. 

Damit meine ich NICHT, dass es nicht in Ordnung ist, anderen Menschen dann und wann einen Gefallen zu tun - solange es sich gut anfühlt und man sich nicht ausnutzen lässt

Seitdem ich angefangen habe mir bewusst Zeit für mich zu nehmen, mich mit mir selbst auseinander zu setzen und mich, so gut es geht, nicht mehr nach anderen zu richten, bin ich insgesamt ausgeglichener, besser gelaunt, positiver und glücklicher. Es war ein langer Prozess, und ein sehr wichtiger.

Dankbarkeit trägt zu einer positiven Grundstimmung bei

Davon lese ich in letzter Zeit immer häufiger. Ich selbst bin auf diese Erkenntnis gestoßen, als ich mich 2014 in einer ziemlich dunklen Phase befand. Dann habe ich mich über Wochen mit dem Thema beschäftigt und Dankbarkeit praktiziert. Dazu gehörte, jeden Tag 10 Dinge zu notieren, für die ich dankbar bin. Und ich merkte, wie diese Übung, wenn ich sie früh am Morgen machte, mich grundlegend positiver gestimmt hat, wie ich besser gelaunt in den Tag startete.

Wenn man sich bewusst macht, was im Leben eigentlich alles gut läuft, verliert das Negative an Bedeutung. 

2,5 Jahre später merke ich selbst, wie ich in jeder negativen Situation sofort nach etwas Positivem Ausschau halte, wofür ich dankbar sein kann. 

Du würdest dich wundern, wie einfach das ist!

Mit etwas Übung in "Dankbarkeit" verändert sich die grundlegende Einstellung zu äußeren Umständen gravierend - man tritt optimistischer auf, erlebt Situationen positiver und kann besser auf diese reagieren. 

To be continued!

Natürlich habe ich noch viel mehr in meinen 25 Jahren gelernt. Selbst-Achtung und Dankbarkeit sind jedoch die beiden Erkenntnisse, die vor allem meine letzten Jahre geprägt haben, und die ich hier mit dir teilen will.

Was hast du in deinem Leben gelernt, was du gerne teilen möchtest?

Ab damit in die Kommentare! :-)

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