Mein erster Stopp in Australien: 2 Wochen in Sydney

Sydney Skyline und Opera House

Endlich in Sydney, endlich in AUSTRALIEN.

Seit über 6 Jahren träume ich davon und jetzt ist es tatsächlich soweit.

Ankunft in Sydney

Am 23. November früh um 6.00 Uhr bin ich in Sydney gelandet. Da ich mir schwer tue im Flugzeug zu schlafen (ab gesehen davon dass es im Gegensatz zu meinen Flügen nach Dubai und Singapur mit Emirates total eng war), bin ich super erledigt am Hostel angekommen. Check In war leider erst ab 14 Uhr möglich, und da ich so ko war, habe ich mich den größten Teil der Zeit in der Hostellobby herumgetrieben, habe die Leute beobachtet, und bin nur zwischendurch mal raus, um etwas zu essen.

Opera House, Sydney, Australien
Endlich da - Opera House

Mein erstes Hostel in Sydney war das XBase, wo ich ein Work & Travel Paket gebucht hatte. An sich machte das Hostel einen sehr offenen, sauberen Eindruck. Im Eingangsbereich befanden sich die Desks von der zugehörigen Travel Agency, bei der man verschiedenste Trips buchen kann, vom Surfcamp bis zum Thailandurlaub. Außerdem saßen da tagsüber die Ansprechpartner vom JobSearch Australia Team, die einem bei Eröffnung des Kontos, Beantragung der Steuernummer, Erstellung des Lebenslaufes und sonstigen Fragen zur Seite stehen. Gleich eine Tür weiter ist das „Scary Canary“ - eine günstige, bei Backpackern beliebte Kneipe (so kam es mir vor), in der man auch Essen bekommt, und die sich abends in einen Club verwandelt. Im XBase blieb ich eine Woche, wobei ich die letzte Nacht in einem Privatzimmer verbringen durfte, welches ich bei einer Verlosung gewonnen habe. Die Nächte zuvor war ich in einem 8-Bett Zimmer, das am Wochenende voll belegt war. Die Klimaanlage war sehr laut, aber mit Ohropax konnte ich eigentlich immer ganz fest schlafen. Unter den Betten gab es verschließbare Schubfächer, in denen ich meine Wertsachen über die Woche hinweg aufbewahren konnte.

Scary Canary, Scary Jar
"Scary Jar" im Scary Canary - der Backpacker Drink in Sydney

EIn Tag in Manly

Da das XBase Hostel sehr zentral liegt (etwa 20 Minuten Fußweg zum Opera House), konnte ich von dort aus die Innenstadt sehr gut erkunden. Am Opera House ist auch die Anlegestelle für die Fähre nach Manly, was bislang mein Favorit in Sydney ist. Eine kleine, sehr schöne Vorstadt von Sydney. Erreichen kann man sie durch eine etwa 30-Minütige Fahrt mit der besagten Fähre. Auf der Fahrt dorthin hatte ich einen super Ausblick die Stadt Sydney selbst. Von der Fähre zum Manly Beach führt eine sehr breite, helle, mit Palmen umsäumte Fußgängerzone. Am Manly Beach findet man einen wunderschönen, sauberen Strand vor, an dem sich auch einige Surfer tummeln. Geht man Richtung Norden (wie wir) oder Richtung Süden (was wir nicht mehr geschafft haben), findet man weitere, sehr schöne, fast einsame Strände. Es lohnt sich auf jeden Fall hier Zeit mitzubringen und Manly und die Umgebung zu erkunden. Im Süden gibt es auch einen Nationalpark mit einem etwa 1-1,5 Stunden dauernden Wanderweg.  

Manly Beach Sydney Australia
Manly Beach
Manly, Sydney, Australia
Bucht nördlich vom Manly Beach

Im Zentrum von Manly gibt es gegenüber der Bücherei ein schwedisches Café (FIKA), das von Schweden geführt wird. Da ich ein bisschen besessen von allem bin, was mit Schweden zu tun hatte, musste ich da natürlich vorbei um mir einen Kaffee zu holen und konnte endlich mal wieder meine Schwedischkenntnisse auspacken. (Fika ist übrigens der schwedische Ausdruck für eine Art Kaffeepause.)

FIKA, Swedish Café, Manly, Sydney, Australia
Fika, Schwedisches Café im Zentrum von Manly

Auf nach King's Cross - Funkhouse Hostel

Nach einer Woche im XBase ging es nach King's Cross in das Funkhouse Hostel. Kleiner, dreckiger, keine Klimaanlage, dafür günstiger und persönlicher. Die Mädels an der Rezeption waren von Anfang an sehr offen, haben sich nach unseren Plänen erkundigt, Tipps gegeben, und uns auch die folgenden Tage immer wieder persönlich angesprochen, während ich mich im XBase öfter gewundert hab, dass ich selbst wenn ich fünfmal am Tag zur Rezeption kam, überhaupt kein Anzeichen von Wiedererkennen bemerkt habe. Im Funkhouse Hostel waren – wie es mir vorkam – viele Langzeitgäste, die für Unterkunft dort auch arbeiteten. Dadurch gab es eine sehr familiäre Atmosphäre, aber an dem einen oder anderen Abend auch durchaus Zickereien. Die Straße, in der das Funkhouse liegt ist sowohl tags- als auch nachtsüber sehr laut und hat aufgrund der vielen Clubs mit leichtbegleiteten Damen vor der Türe sowie einigen Sex-Shops den Ruf einer „kleinen Reeperbahn“. Jedoch wurde ich während meines Aufenthalts im Funkhouse Hostel nie schräg angemacht oder habe sonst irgendetwas negatives erlebt.  

Funkhouse Hostel, King's Cross, Sydney, Australia
Funkhouse Hostel, King's Cross

Ein Muss in Sydney: Bondi Beach

Ein weiterer Strand den ich in meiner zweiten Woche in Sydney besucht hat war natürlich der schon fast legendäre Bondi Beach! Trotz der Umstände, dass es Sonntag Mittag und sehr gutes Wetter war, fand ich den Strand entgegen meiner Erwartungen nicht besonders überfüllt. Sonntags gibt es gegenüber vom Bondi Beach den Bondi Market, auf dem ganz süße Sachen verkauft werden, allerdings preislich schon eher gehoben. (Wer auf Märkte steht, sollte auch unbedingt an einem Samstag den Glebe Market besuchen, dieser hat eine wirklich tolle Atmosphäre und auch das Viertel in dem er stattfindet ist einen Besuch wert.) Eine Weile habe ich dann am Bondi Beach die Surfer beobachtet und mich innerlich darauf gefreut, es auch eines Tages auszuprobieren.

Bondi Beach, Sydney, Australia
Bondi Beach und seine Surfer

Mein Autokauf in Kurzversion

Ein weiterer Grund für den Besuch in Bondi war folgender: nachmittags habe ich mich mit einer Französin getroffen, deren Auto ich kaufen wollte – und ich habe zugeschlagen! Dieser Bus wird die nächsten Wochen und Monate mein Zuhause sein, für umgerechnet 2500 € habe ich ihn komplett ausgestattet von ihr abkaufen können. Darauf haben wir direkt mit ihren Eltern, die derzeit zu Besuch sind, und ihrem Bruder in deren AirBnB Apartment mit einer Flasche Sekt angestoßen. Aus einer kurzen Autobesichtigung wurde ein sehr warmherziger Nachmittag in einer Familie, was ich wirklich sehr genossen habe. Das war ein sehr guttuendes Ende meiner Suche nach einem Auto, über die ich in einem anderen Blogpost mehr berichten werde.

Mein Auto <3
Mein Auto <3

Mein Fazit zu Sydney und einige Anmerkungen

  • man braucht unglaublich lange um von einem Ort zum anderen zu kommen. Selbst für 350 Meter Fußweg kann man durchaus 10 Minuten brauchen, da es so viele Ampeln gibt, die unglaublich lange auf rot geschaltet sind

  • die Preise für die Bahnen und Busse sind ziemlich willkürlich. So zahle ich z.B. für dieselbe Strecke an einem Tag 3,36 Dollar und an einem anderen lediglich 4 Cent, oder überhaupt nichts. Ich konnte auch noch kein System entdecken, außer dass es wohl ab einer bestimmten Uhrzeit/Anzahl an Fahrten am Tag billiger wird. Man läd sich Geld auf die kostenlose OPAL Karte, scannt diese bei Ein- und Austreten aus dem Bahnhof und das Geld wird abgezogen. Dabei kann man durchaus ins Minus rutschen, muss dieses allerdings ausgleichen vor der nächsten Fahrt

  • Zwischen 16 und 19 Uhr findet man vor allem in Hotel/Hostel Bars Happy Hour Drinks zu echt erschwinglichen Preisen

  • Alkohol gibt es – ähnlich wie in Schweden – nur in bestimmten, speziell dafür lizenzierten Shops, mit sehr merkwürdigen Öffnungszeiten (8.50-20.55 oder ähnliches)

  • Zur Lunchtime kann man richtig günstig essen gehen, man muss nur nach Specials Ausschau halten

  • jeder Stadtteil von Sydney hat seinen eigenen Charme und seine eigene Besonderheit – man bräuchte viel mehr Zeit als zwei Wochen um diese alle greifen und erleben zu können (vor allem wenn man kein Fan davon ist, jeden Tag bis auf die letzte Sekunde vollzupacken

  • die Australier sind unglaublich hilfsbereit und nett!

Die vielen Eindrücke und Erlebnisse lassen sich noch überhaupt nicht in Worte fassen. In Sydney hatte ich viele schräge Begegnungen (wie z.B. mit einem Autohändler, der sich als Backpacker ausgab; einem Projekt Manager, der uns zunächst auf Nachos, dann auf Wein, und schließlich auf eine Massage einladen wollte; und die verschiedensten merkwürdigen Typen von Backpackern in den Hostels). Gerne wäre ich auch noch länger geblieben, allerdings gibt es noch so viele Orte, die ich lieber sehen will! Es ist aber nicht ausgeschlossen, dass ich nach Sydney zurückkomme, vielleicht für ein paar Tage, vielleicht für länger. Zum Start war Sydney – glaube ich – die richtige Entscheidung, da man direkt in dieses Backpackerleben geworfen wird, von denen es sooo viele in Sydney gibt.

Welche Erlebnisse und Anekdoten verbindest du mit Sydney? Was, außer den typischen Sehenswürdigkeiten wie Harbour Bridge und Opera House würdest du empfehlen?

Ab damit in die Kommentare :-)

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