Eine Nacht am Strand

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Während meiner einwöchigen Tour im Wilsons Promontory Nationalpark im Süden von Victoria, Australien, haben wir zwei Nächte am Strand übernachtet. Das ist nicht so ganz legal, und ich würde es auch nicht empfehlen.

Am Strand übernachten - das klingt ja ganz romantisch. Was mir tatsächlich so durch den Kopf geschossen ist, habe ich einfach mal aufgeschrieben. Mitten im Nirgendwo und ohne anständigen Empfang, sind halt ein Buch, Zettel und Stift immernoch meine besten Freunde.

Das ist also kein Blogartikel wie ich ihn sonst schreibe, sondern einfach mal ein Strom meiner Gedanken. Viel Spaß :)

23 Uhr

Schlafengehen mit Wellenrauschen im Ohr.

Möwen schreien, Grillen zirpen, Fliegen brummen ums Zelt.

Soviele Geräusche, soviel Bewegung.

Und dann, das beruhigende Wellenrauschen, das über allem liegt.

Durch das Zeltdach kann man die Sterne sehen, und den Mond. Der Himmel ist total klar.

1 Uhr

Der Wind pfeift, das Zelt weht über meinem Kopf.

Die Wellen sind plötzlich nicht mehr beruhigend, sondern laut, sehr laut.

Und verdammt nah.

Flut! Wir haben die Flut vergessen! (Ich hab das ja eh noch nie kapiert, mit Ebbe und Flut...)

Also raus aus dem warmen Schlafsack, Zelt verschieben, wir wollen nicht nass werden.

Der Wind macht es unmöglich, das Zelt gerade hinzustellen.

Egal, das muss jetzt so halten. Ist halt jetzt ein halber Sandkasten im Zelt.

3 Uhr

Ich kann einfach nicht schlafen.

Das Zelt steht jetzt krumm und ich rutsche dauernd nach unten.

Außerdem habe ich jetzt endgültig überall Sand hängen. Der juckt ganz schön.

4 Uhr

Ich schlafe immernoch nicht. Ich finde einfach keine bequeme Position.

Man ahnt garnicht, wie unbequem so feiner Sand sein kann.

Ich kann die Sterne immernoch sehen. 

Trotz der Wellen, die ständig in Bewegung sind, trotz des Windes, der mir das Zelt um die Ohren weht.

Die Sterne da oben verharren einfach.

Natürlich nicht wirklich, aber sieht eben so aus.

6 Uhr

Im Morgengrauen habe ich wohl etwas Schlaf gefunden.

Jetzt ist es schon fast hell.

Ich öffne mein Zelt, sehe den Strand und das Meer.

Möwen, die am Strand entlang wandern.

Wie fantastisch es ist, vor so einer Kulisse aufzuwachen.

Impressionen zum Schluss

Wenn man bei so einem Sonnenuntergang einschläft...

...und zu so einem Regenbogen wieder aufwacht...

...wie kann man sich da noch beschweren?

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Kommentare: 1
  • #1

    Tine (Mittwoch, 11 Januar 2017 12:02)

    Haha das hätte ich mir ja auch anders vorgestellt;)
    Finde diesen Blogpost irgendwie cool, weil er mal anders geschrieben ist. Gefällt mir gut! ;)
    :*<3