Sendepause - was die letzten Monate los war bei mir

Ja ich weiß, ich habe seit über drei Monaten nichts veröffentlicht. Dafür gibt es keinen bestimmten Grund – ich habe es einfach nicht gemacht. Bin nicht „dazu gekommen“.

Okay, das ist gelogen. Denn Zeit hätte ich durchaus genug gehabt.

Aber was war dann los?

Ich war nicht so ganz zufrieden mit dem was ich geschrieben habe in den vergangenen Blogposts. Ich habe positive Rückmeldung bekommen, genauso wie Nachfragen, wann ich denn wieder etwas poste. Aber ganz ehrlich? Diese Reise, was ich erlebe, wie es mir dabei geht, das bekomme ich so nicht richtig unter. Ich wachse, ich lerne so vieles, ich habe unbeschreibliche Erlebnisse und Begegnungen und sehe unglaublich schöne Orte – und das quasi jeden Tag. Ich weiß überhaupt nicht wo ich anfangen soll mit berichten und das blockiert mich total.

Was da passiert, was da mit mir auf den Reisen passiert, das lässt sich nicht in einem Blogpost festhalten. Das ist viel mehr! Und ich möchte das alles wesentlich besser rüber bringen, als ich es die letzten Monate gekonnt hätte, als ich gerade mitten drin steckte.

Es geht nichts verloren, kein Ort den ich besucht habte, keine Begegnung die mich geprägt hat, keine Tatsache die ich über das Reisen, Australien oder auch mich selbst gelernt habe. Ich schreibe fleißig, keine Sorge. Ich habe inzwischen 4 Notizbücher und mehrere digitale Dokumente, in denen alles festgehalten wird. Ja das klingt total nerdig, aber ihr seht, es ist nicht so einfach, das mal eben auf einen einigermaßen nachvollziehbaren Artikel herunterzubrechen.

Ich möchte auch nicht nur über das Reisen schreiben. Nicht nur „Auf dem Weg von Melbourne nach Adelaide solltest du dir das, das, das und das anschauen und diesen, jenen und sowieso Zeltplatz kann ich empfehlen“. Sondern tiefer gehen. Persönlicher. Ich hoffe das ist okay. Wenn nicht brauchst du diesen Blog ja nie wieder aufzurufen.

Um wieder Schwung in die Sache zu bringen und um überhaupt mal wieder etwas von mir hören zu lassen, habe ich beschlossen einen sehr groben Überblick zu schreiben und diesen zu veröffentlichen. Das ist nicht das oberflächliche Niveau, auf dem ich bleiben möchte, aber es wird mir helfen zu sortieren und bei dir hoffentlich etwas Klarheit darüber schaffen, was die letzten Monate so los war.

Was bisher geschah.....

Das letzte Mal, als ich einen Post veröffentlicht habe, war ich gerade in Tanunda, South Australia. Mein Papa war gerade zu Besuch gekommen und mit ihm wollte ich in den folgenden knapp 3 Wochen einmal quer durch das Outback von Adelaide bis nach Darwin fahren. Das Ganze war zumindest auf der ersten Hälfte zwischen Adelaide und Alice Springs ein echtes Abenteuer, da ich Probleme mit der Lichtmaschine in meinem Van Betty hatte und als Folge daraus auch mit der Batterie. (Spoiler: Seit etwa 12.000 km läuft sie nun wieder problemlos :-) ) Da Betty in die Werkstatt musste, haben wir eines der Highlights meiner Australienreise mit einer Bustour besucht – den Ayers Rock, oder Uluru. Danach ging es weiter nach Darwin, von wo aus mein Papa am 30. April wieder heimgeflogen ist.  

Ich verbrachte noch ein paar Tage in Darwin und machte mich dann auf den Weg an die Ostküste, um dort Arbeit zu suchen. Eine Woche hat mich die Fahrt gekostet und etwa 300 $ an Sprit, aber als ich in Brisbane (total krank und ohne Stimme) angekommen bin, war ich wirklich glücklich über diese Entscheidung!

Innerhalb der folgenden Woche, die ich in Brisbane verbrachte, fand ich einen Job in Bundaberg, wo ich am 18. Mai meinen ersten Arbeitstag auf einer Erdbeerfarm hatte. Am selben Abend bekam ich und drei weitere Backpacker, mit denen ich mich vor Ort zusammengeschlossen hatte, das Angebot, an den freien Tagen auf einer Zucchini- & Paprikafarm zu arbeiten, sodass ich die nächsten 2 Wochen nur zwei freie Tage hatte. Geld konnte ich da nicht viel machen, gewohnt habe ich in meinem Van. Nachdem ich den Farmjob wieder aufgegeben habe bin ich noch 1,5 Wochen in dem Caravan Park geblieben, da es mir so gut gefallen hatte, es günstig war und ich den Besuch einer Freundin aus Deutschland erwartete. In diesen Wochen hätte ich defintiv Zeit gehabt, um Texte vorzubereiten, mich um meinen Blog zu kümmern, insbesondere da es (und das ist wirklich etwas Besonderes in Australien) unbegrenztes, kostenloses Wifi gab. Aber irgendetwas hat mich blockiert.

Vom 12. bis zum 29. Juni war dann meine Freundin zu Besuch und wir haben gemeinsam die Ostküste bereist – von Brisbane über Byron Bay nach Fraser Island, über Bundaberg, 1770 und Rockhampton nach Airlie Beach und zu den Whitsunday Islands und anschließend über Mackay, Burrum Heads und Noosa wieder zurück nach Brisbane, von wo aus ihr Flug nach Hause ging. Ein paar Tage bin ich noch in Brisbane geblieben, da ich mich dort wirklich wohl gefühlt habe. Dann bin ich innerhalb von 48 Stunden direkt nach Melbourne gefahren, wo am 6.7. meine Fähre nach Tasmanien ablegte.  

Wie geht's jetzt weiter?

Auf zu neuen Ufern, zu einer neuen Familie und einer neuen Landschaft. Hier bleibe ich die nächsten knapp vier Monate, leiste meine Farmarbeit ab und kann an meinen freien Tagen die Insel erkundigen. Nebenbei versuche ich so viel wie möglich zu sparen, um dann im November weiterreisen zu können. Wann und wohin genau es dann weiter geht – das steht noch in den Sternen!

Diese vier Monate in Tasmanien werde ich vor allem nutzen, um mich in meiner freien Zeit um mich selbst zu kümmern und mich von meinem Travel „BurnOut“ zu erholen. So fühlt es sich nämlich an. Und natürlich werde ich sie nutzen, um meinen Blog endlich auf den neusten Stand zu bringen und endlich meine Erfahrungen und Erkenntnisse weiterzugeben.

 

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