Was ist eine Bucketlist und warum sollte man eine haben?

Sydney; Opera House
Das Opera House in Sydney findet sich auf vielen Bucketlisten wieder als "Wahrzeichen" Australiens.

Wenn ich auf anderen Blogs herumstöbere, interessiert mich nicht nur, was die Person die dahinter steckt schon alles erlebt hat, sondern auch was diese Person noch so vor hat – was ihre Träume und Ziele sind. Oft findet man gerade auf Reise- und Lifestyleblogs eine "Bucketlist". Ich liebe es einfach, diese zu durchstöbern und mich inspirieren zu lassen!

Was ist eine Bucketlist?

Auf Deutsch heißt das "Löffelliste". Er beschreibt sehr gut, um was es dabei geht: Eine Liste an Dingen, die man gemacht haben will, Zielen, die man erreicht haben will, Orten, die man gesehen haben will, usw., bevor man "den Löffel abgibt". Eine To Do Liste des Lebens sozusagen, oder eine Wunschliste. Das bleibt einem dann auch selbst überlassen mit welcher Ernshaftigkeit man versucht diese Punkte abzuhaken.

Spätestens wenn man sich den Film "Das Beste kommt zum Schluss" (Original: "The Bucket List") mit Jack Nicholson und Morgan Freeman ansieht, bekommt man eine Idee davon. Allerdings bin ich der Meinung, dass man das Leben immer und zu jeder Zeit nutzen sollte, und nicht erst wenn es zu spät ist. Warum also nicht gleich anfangen, das meiste aus dem eigenen Leben zu machen?

Wie erstellt man eine Bucketlist?

Am Besten: einfach loslegen. Stell dir vor, du hast keine Beschränkungen. Weder zeitlich, noch geldtechnisch, noch mental, noch sonstwie. Was würdest du alles gerne mit deinem Leben machen? Wo wolltest du immer schonmal hin? Welche Fähigkeit würdest du gerne erlernen? Welche Menschen würdest du gerne treffen? Was willst du beruflich erreichen?

Hier gibt es keine Grenzen! Alles ist möglich!

Wenn du erstmal keine Ideen hast, kannst du dich hier von meiner persönlichen Liste inspirieren lassen. Vielleicht findest du ja meine Liste auch total blöd, aber genau dadurch fällt dir auf, was DU persönlich auf deine setzen möchtest? 

Was bringt so eine Bucketlist?

Mir persönlich bringt sie eine Menge in der Hinsicht, dass mir regelmäßig die Augen geöffnet werden, WIE VIEL das Leben und die Welt eigentlich zu bieten haben. Ich werde beim Lesen oder Bearbeiten meiner Bucketlist regelrecht euphorisch und würde am liebsten sofort anfangen, die einzelnen Punkte abzuarbeiten. (Und manchmal mache ich das sogar.) Sie hilft auch, wenn man total in negativen Gedanken gefangen ist, ganz unten ist. Denn sie zeigt, was das Leben eigentlich alles zu bieten hat und es lebenswert macht! (Zu negativen Gedanken findest du mehr hier.)

Eine solche Liste gibt einem einen Leitfaden für das Leben, man kann sich an ihr orientieren. Beispielsweise bei der Frage, wo der nächste Urlaub hingehen soll. Auf was man sparen kann. Was man in seiner Freizeit in Abendkursen erlernen könnte. Auf welches Ziel man als nächstes hinarbeiten sollte. Wenn man herausarbeitet, welche Punkte tatsächlich die Bedeutendsten sind, zeichnet sich sogar ab, was einem im Leben am wichtigsten ist, wo der eigene Fokus liegt und demnach die Erfüllung des eigenen Daseins.

Ich finde auch, man lernt viel über sich selbst, wenn man sich einfach mal "gehen" lässt und die eigenen Träume und Ziele definiert und festhält.

Wie lang soll meine Liste sein?

So lange du willst! Bist du perfektionistisch und willst verschiedene Punkte erst abarbeiten, bevor du dir die nächsten Träume "gönnst", dann erstelle dir vielleicht eine Jahres-Bucketlist mit deinen fünf wichtigsten Punkten. Bist du eher so wie ich und verlierst dich gerne in Träumen, dann kann diese schnell endlos lang werden. Aber das macht nichts, da sie immer wieder anspornen wird, mehr aus dem eigenen Leben rauszuholen.

Was mache ich, wenn ich die Liste erstellt habe?

Lebe sie! Das vor dir sind deine größten Wünsche, also mach dich auf und suche nach einer Möglichkeit, dir diese zu erfüllen. Warte nicht bis morgen, bis zum Wochenende, bis zum Urlaub, bis zur Rente. Hol die Liste immer wieder heraus, schau, was du in der Zwischenzeit vielleicht unbewusst schon erreicht hast, prüfe, ob sich die eigenen Prioritäten verschoben haben, bearbeite und reflektiere. Manche Punkte sind vielleicht überhaupt nicht mehr erstrebenswert, dafür ist etwas anderes inzwischen sehr wichtig geworden. Aber lass deine Ziele nicht in einer Schublade vergammeln und lebe nur so vor dich hin, ohne dich ihnen jemals zu widmen.

Ich finde, jeder sollte eine Bucketlist haben.

Und das sage ich nicht nur, weil ich Listen so sehr liebe. :-) Sondern weil es inspiriert, motiviert, dem Leben einen Sinn geben kann. Natürlich sollte man im Moment leben, aber wieso nicht mal einen gedanklichen Ausflug in die Zukunft machen und den eigenen Weg finden?

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