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Meine 5 Highlights an der Ostküste Australiens

Nun ist es schon über ein Jahr her. Im Juni 2017 war ich an der Ostküste Australiens unterwegs. Dort war ich insgesamt 2 Wochen in Brisbane, war etwa 4 Wochen in Bundaberg, um mein Farmwork zu machen und bin 17 Tage lang herumgereist.

 In diesem Blogpost verrate ich meine persönlichen 5 Highlights der Ostküste Australiens. Ich möchte vorausschicken, dass ich mit meinem eigenen Van unterwegs war und somit relativ frei in meiner Zeiteinteilung. Zu den Inseln habe ich organisierte Touren unternommen. Man kann das natürlich immer alles auf eigene Faust machen, aber wenn man Zeitdruck hat würde ich dennoch eine Tour empfehlen. Das ist aber letzten Endes Geschmackssache :-)  Am Ende des Blogposts findest du noch eine Karte, auf der du die einzelnen Stopps nachvollziehen kannst.

Mt Coolum Queensland Eastcoast Australia
Ausblick vom Mt. Coolum auf die Ostküste

Beginnen wir also mit den Highlights:

1. Brisbane

 Brisbane ist mit 2,3 Millionen Einwohnern (Stand 2017) die drittgrößte Stadt Australiens. Das sind etwa 10% aller Einwohner. Dennoch kam mir die Stadt im Vergleich zu den beiden größten Städten Melbourne und Sydney nicht so vollgestopft vor. Brisbane, was die Hauptstadt von Queensland ist, dem „Sunshine State“ ist, hat eine ganz eigene Atmosphäre.

Brisbane CBD Queensland Australia
Ausblick auf Brisbane CBD (Stadtzentrum)

 Mitten in der Stadt, im Stadtteil „South Bank“ findet man abgesehen von viel Kultur auch eine Lagune am Fluss. Dort wurde ein großes Schwimmbecken inmitten von Palmen und Wiesen errichtet, was öffentlich für jedermann zugängig ist. Außerdem ist hier das „Wheel of Brisbane“, was man mit dem London Eye vergleichen kann. Ein großes Riesenrad mit Blick auf die ganze Stadt.

 Überquert man die Brücke von der South Bank in Richtung Innenstadt, landet man direkt in den botanischen Gärten.

 Auf beiden Seiten des Flusses findet man viele kleine und größere Restaurants, die vor allem in den Abendstunden eine wundervolle Atmosphäre erzeugen.

Lagoon South Bank Brisbane Queensland Australia
Lagune im Stadtteil "South Bank"

 Während meiner 3 Aufenthalte in Brisbane bin ich jeweils im „Somewhere to stay“ Hostel untergekommen und kann dieses auch bedingungslos empfehlen. Etwas außerhalb des Stadtzentrums ist es günstiger als andere Hostels. In Fußnähe findet man die Boundary Street mit unzähligen kleinen Bars und Restaurants. Dadurch, dass das Hostel auf einem Hügel liegt, gibt es auch nicht weit entfernt einen Park, von dem man aus einen fantastischen Ausblick auf Brisbane hat.

 Etwa 15 km außerhalb von Brisbane liegt das Lone Pine Koala Sanctuary, das älteste der Welt in seiner Art. Als wir dieses besucht haben, hat es leider geregnet. Trotzdem haben wir es uns nicht nehmen lassen, die Kängurus in ihrem weitläufigen Gehege zu besuchen und zu füttern. Man kann dort auch Koalas auf den Arm nehmen, das Geld dafür kommt dem Sanctuary für Aus- und Umbauten und Forschung zugute. Dabei wird streng darauf geachtet, dass jeder Koala nicht länger als 30 Minuten am Tag bei den Besuchern ist. Da Koalas sehr viel Schlaf benötigen, sollte man sie dabei auch nicht stören.

Koala Lone Pine Sanctuary Brisbane Queensland Australia
Koala im Lone Pine Sanctuary

2. Fraser Island

 Weiter im Norden befindet sich die größte Sandinsel der Welt – Fraser Island. Wir haben eine Tour ab Rainbow Beach gebucht. Mit der Fähre und unseren Autos sind wir übergesetzt. Kilometerlang sind wir am „75 Mile Beach“ entlang gedüst. Das Ganze kann sehr gefährlich werden, wenn man aus der Spur gerät oder von einer Welle erwischt wird. Reisende mit internationalem Führerschein dürfen das Auto selbst fahren. Unsere Gruppe bestand aus vier Autos mit je 8 Insassen.

 2 Nächte haben wir auf der Insel verbracht, wobei wir in einem Camp untergebracht wurden. Gekocht haben wir selbst in der Gruppe. Jeder war mit verantwortlich, dass alles läuft, wobei es hier wie immer schwarze Schafe gab, die nichts zur Gruppe beigebracht haben. Das hat teilweise eine schlechte Stimmung bei uns erzeugt, hat uns aber nicht davon abbringen lassen, die Insel mit all ihren Highlights zu genießen.

Fraser Island Shipwreck
Schiffswrack am 75 Mile Beach

 An den 2,5 Tagen auf der Insel haben wir so viele wundervolle Orte entdeckt:

 Wir waren am Indian Head, wo wir Haie und Rochen sehen konnten, sind über eine Düne gewandert und haben in Champagner Pools gebadet. In Reifen sind wir den Eli Creek hinunter gedümpelt und waren im Lake McKenzie schwimmen. Das Wasser im Lake McKenzie ist so klar, dass nicht mal Sonnencreme auf den Körpern erlaubt ist, um es nicht zu verschmutzen. Glücklicherweise hatten wir in der Stunde, in den wir an diesem atemberaubendem See waren, strahlenden Sonnenschein und konnten so die volle Schönheit erleben.

Lake McKenzie Fraser Island Queensland Australia
Lake McKenzie auf Fraser Island

 Bei einem Scenic Flight, den wir spontan auf der Insel dazubuchen konnten, waren wir in der Lage, die Insel von oben zu erkunden. Beim Flug über das Meer haben wir eine Walfamilie mit ihren Jungen gesehen, ganz ohne sie dabei zu stören – ein einmaliges Erlebnis für mich.

75 Mile Beach Scenic Flight Queensland Fraser Island
Der 75 Mile Beach aus der Luft

3. Noosa

 Noosa (oder Noosa Heads) ist ein Städtchen an der Sunshine Coast im Norden von Brisbane. Hier kommt wirklich jeder auf seine Kosten: Ob Shoppen in den vielen kleinen Geschäften am Main Beach, Surfen, in der Sonne brutzeln, Wandern im Nationalpark oder Schätze Australiens auf dem Eumundi Market entdecken... In Noosa gibt es so vieles zu erleben!

 Deshalb sind wir hier auch gleich 2 Nächte geblieben.

 Vom Main Beach am Stadtzentrum aus kann man direkt den Coastal Walk in den Nationalpark starten. An den Klippen läuft man am Meer entlang, je nach Saison kann man hier Wale und Rochen bei ihren Wanderungen beobachten. Wir hatten Glück und haben tatsächlich Rochen, Schildkröten und sogar einen springenden Wal gesehen. Verschiedene Wanderwege führen entweder am Meer entlang oder quer durch den Nationalpark – Augen aufhalten, vielleicht sieht man sogar einen Koala :-)

Coastal Walk Noosa Queensland Australia
Coastal Walk in Noosa

 Wir waren zur richtigen Zeit am richtigen Ort und konnten einen Ausflug zum Eumundi Market machen, welcher etwa 20 km von Noosa Heads entfernt mittwochs und samstags stattfindet. Wir haben uns mit Souvenirs eingedeckt, es gab ein Henna Tattoo für mich und wir haben es uns an den Essensständen schmecken lassen.

Eumundi Market Noosa Queensland Australia
Eumundi Market

4. Agnes Water/Town of 1770

 Town of 1770 ist der Ort, an dem James Cook das erste Mal den Fuß auf Australischen Boden gesetzt hat. Entsprechend findet man hier einen wichtigen Teil, der australischen Geschichte. Agnes Water ist der Ort direkt daneben und die beiden Orte werden eigentlich immer im Zusammenhang genannt.

 Ein Geheimtipp ist bei Ebbe zum Bustard Bay Lookout zu Wandern. Von dort aus hat man einen Ausblick auf die vielen Sandbänke im Meer – was ähnlich aussieht wie die Sandbänke in den Whitsunday Islands, die man von vielen Bildern kennt. Leider haben wir den richtigen Moment nicht erwischt, man konnte es aber erahnen.

Town of 1770 Queensland Australia
Die Sandbänke in Town of 1770

 In Agnes Water haben wir auch die günstigsten Surfstunden an der Ostküste gefunden. Leider haben wir keine Zeit gehabt, dieses Angebot zu nutzen.

 Agnes Water und Town of 1770 sind zwei sehr kleine Städtchen etwa 60 km vom Highway entfernt, ein halber Tag genügt hier locker für einen ersten Eindruck. Ich bin froh, dass wir den Abstecher gemacht haben und uns diesen historischen Ort einmal live angeschaut haben!

Town of 1770 Queensland Australia
Die Küste im Town of 1770

5. Whitsunday Islands

 Von Airlie Beach aus haben wir eine Segeltour gebucht, 2 Tage und eine Nacht draußen auf den Meer inmitten der 74 Inseln, von denen die meisten zum Whitsunday Islands Nationalpark gehören.

 Der Segelturn war teuer, man kann allerdings auch selbst mit entsprechender Erfahrung ein Segelboot in Airlie Beach chartern und die Inseln auf eigene Faust entdecken. Nur sehr wenige der Inseln sind bewohnt. Wenn man nicht auf dem Meer übernachten will, so kann man eines der Resorts auf den verschiedenen Inseln besuchen. Auf Hamilton Island gibt es sogar einen Flughafen.

Whitsunday Islands Sailing Queensland Australia
Segelturn in den Whitsunday Islands

 In den Whitsunday Islands war ich das erste Mal mehrtägig segeln, ich war das erste Mal schnorcheln und bin das erste Mal Kajak gefahren.

 Leider wurden die Inseln bei dem Zyklon „Debbie“ im April vor unserer Tour sehr verwüstet und die Folgen davon konnte man sowohl beim Schnorcheln als auch auf der Insel sehen. Die sonst so grünen Bäume auf den Inseln waren alle kahl. Zusätzlich hatten wir noch richtig schlechtes Wetter.

Whitsunday Island Beach Queensland Australia
Whitsunday Island Beach

 Trotzdem war es einfach wunderschön und ich hoffe, irgendwann dorthin zurückkehren zu können.

Snorkling Sailing Whitsunday Islands Queensland Australia
Schnorcheln in den Whitsunday Islands

Meine Zeit an der Ostküste

Wie anfangs versprochen findest du hier noch eine kurze Übersicht der Lage der einzelnen "Hotspots" (bzw. meiner persönlichen Highlights) an der Ostküste. Dann möchte ich dir noch etwas für das Reisen allgemein mit an die Hand geben.

Meine 5 Highlights an der Ostküste, erstellt mit googlemaps.
Meine 5 Highlights an der Ostküste, erstellt mit googlemaps.

 Die Zeit an der Ostküste war aufgrund ihrer zeitlichen Begrenztheit sehr intensiv. Deshalb haben wir beispielsweise in Noosa und Airlie Beach jeweils eine extra Nacht eingelegt, um etwas Tempo rauszunehmen und diese Atmosphäre in den kleinen Küstenstädtchen und ihr australischem Flair zu genießen.

 Solche Pausen kann ich jedem empfehlen. Sie sind wichtig, um die Erlebnisse zu verarbeiten, um Atem zu holen und um sich nicht zu verlieren. Natürlich muss aber jeder sein eigenes Tempo finden und seine Prioritäten so legen, dass das Reisen nicht zu einer Last wird sondern seinen Charakter der Freiheit behält.


Dieser Blogpost kann unbezahlte Werbung in Form von Ortsnennung enthalten. Der gesamte Inhalt und alle Bilder stammen von mir.

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